Plätzchen überstehen ein Paket, wenn sie fest sind, in der Dose nicht rutschen und die Dose im Karton nicht wackelt. Vor dem Zukleben zeigt ein Schütteltest, ob das klappt.
Unten geht es um alles, was gegen Bruch hilft: die Sorte, die Dose, den Karton und den Versandtag.
Welche Plätzchen gut reisen
Feste Mürbeteigplätzchen mit 5–8 mm Dicke sind stabiler als dünne, zarte Sorten. Das Butterplätzchen-Grundrezept mit 6 mm passt gut, ebenso Spekulatius und Schokoladenplätzchen. Wie du sie ausstichst und backst, steht im Artikel Weihnachtsplätzchen ausstechen.
Auch die Form zählt. Kompakte Umrisse wie Kugel, Herz oder Stern brechen seltener als schmale Formen mit dünnen Stellen, etwa eine Zuckerstange oder eine Kerze. Bei geprägten Keksen steckt die Verzierung im Teig, es steht nichts ab, was unterwegs abbrechen kann. Kleine Kekse mit 6 cm überstehen mehr als große mit 10 cm, weil sie weniger Fläche haben, an der sie durchbrechen.
Weniger gut reisen:
- Baiser und Makronen, die schon beim Anfassen bröseln
- Plätzchen mit weicher Füllung, die aneinanderkleben
- Kekse mit Schokolade, wenn das Paket irgendwo warm liegt
Kekse mit Guss
Zuckerguss muss ganz durchgetrocknet sein, bevor die Kekse in die Dose kommen, also nach 12–24 Stunden. Feuchter Guss klebt am Nachbarkeks fest. Die Trockenzeiten stehen im Artikel über Royal Icing und Zuckerguss.
Royal Icing trocknet hart und matt, einfacher Zuckerguss bleibt weicher. Für ein Paket ist Royal Icing deshalb die sicherere Wahl. Kekse mit Guss kommen einzeln in Tütchen oder liegen Rücken an Rücken, damit nirgends Guss auf Guss liegt.
Am wenigsten kann bei Keksen passieren, deren Verzierung schon geprägt ist. Puderzucker in den Linien oder eine dünne Lasur reiben unterwegs kaum ab.
Innen: Dose, Lagen und Lücken
Eine Blechdose schützt besser als ein Karton allein, weil sie Druck von außen abfängt. Nimm eine Dose, die mit den Keksen gut voll wird. In einer halb leeren Dose rutscht alles hin und her, dann lieber zwei kleine Dosen. Gläser gehören nicht ins Paket, sie können brechen.
Polster den Boden mit zerknülltem Backpapier.
Dann kommen die Kekse hinein, entweder hochkant in Reihen oder flach in Lagen mit Backpapier dazwischen. Leg sie paarweise Unterseite an Unterseite, dann reiben Prägung und Guss nicht aneinander.
Hochkant passen runde und kompakte Formen, die sich gegenseitig abstützen. Kekse mit Zacken, schmalen Armen oder Guss liegen besser flach in Lagen, sonst verhaken sie sich und brechen an den dünnen Stellen.
Lücken füllst du mit Backpapier oder Papierförmchen, bis sich nichts mehr bewegt. Mehrere Sorten packst du in einzelne Tütchen. Weiche und knusprige Sorten gehören nicht zusammen, sonst sind die knusprigen bei der Ankunft weich.
Dann der erste Schütteltest: Deckel zu und die Dose kräftig schütteln. Nichts darf klappern. Klappert es, fehlt noch Polster.
Außen: Karton und Polster
Der Karton sollte rund um die Dose ein paar Zentimeter Platz lassen. Den Zwischenraum stopfst du fest mit Packpapier, Zeitungspapier oder Luftpolsterfolie aus, auch unter und über der Dose.
Zeitungspapier gehört nur außen um die Dose, nie direkt an die Kekse, denn die Druckfarbe kann abfärben.
Zum Schluss kommt der zweite Schütteltest mit geschlossenem Karton. Rutscht die Dose darin hin und her, fehlt an den Seiten Füllmaterial.
Wie lange das Paket unterwegs sein darf
Butterplätzchen halten in der Blechdose etwa 2–3 Wochen, ein paar Tage im Paket sind also kein Problem. Heikel ist Wärme: Steht das Paket neben einer Heizung im Hausflur, wird Schokolade weich und klebt an den Nachbarn.
Bricht trotzdem ein Arm vom Stern, schmeckt der Keks genauso. Kleine Bruchstellen lassen sich mit einem Tupfer Royal Icing kleben, das hart trocknet.
Ein Zettel in der Dose
Leg einen Zettel obenauf, auf dem die Sorten stehen und was drin ist, vor allem Nüsse und andere häufige Allergene. Dazu das Backdatum und ein Satz zur Haltbarkeit, damit die Empfänger wissen, bis wann die Dose leer sein sollte. Ideen für Etikett und Spruch stehen im Artikel Plätzchen verschenken.
Der richtige Versandtag
Gib das Paket früh in der Woche auf, am besten montags oder dienstags. Dann liegt es nicht übers Wochenende in einem Lager.
Im Dezember veröffentlichen die Paketdienste eigene Stichtage, bis wann ein Paket vor Weihnachten ankommt. Schau dort nach, bevor du den Backtag planst.
Verschick die Plätzchen frisch gebacken, aber ganz ausgekühlt und mit trockenem Guss. Dann haben sie beim Empfänger noch ihre volle Haltbarkeit vor sich. Einen Zeitplan für Backgeschenke bis Heiligabend findest du im Artikel Weihnachtsgeschenke backen.
Vor dem Zukleben
- Die Kekse sind ganz ausgekühlt, der Guss ist durchgetrocknet.
- Weiche und knusprige Sorten liegen getrennt.
- Die Dose ist gepolstert und hat den ersten Schütteltest bestanden.
- Rund um die Dose ist der Karton fest ausgestopft.
- Der zweite Schütteltest mit geschlossenem Karton ist leise.
- Absender und Empfänger stehen gut lesbar auf dem Paket.
Ein Aufkleber „Zerbrechlich“ ersetzt keine Polsterung.
Ein Gruß, den man mitessen kann
Obenauf in die Dose passt ein essbares Kärtchen. Der Schriftzug „Frohe Weihnachten“ prägt den Gruß in zwei Zeilen auf ein Täfelchen mit Rahmen. Den Namen der Empfängerin prägst du mit der Weihnachtskugel mit Namen in den Keks, zwei Zeilen Text passen auf den Tannenbaum mit Namen.
Plan dafür genug Zeit ein. Für eine Lieferung der Ausstecher vor Heiligabend innerhalb Deutschlands bestellst du eigene Designs bis zum 17.12. und Katalogmotive bis zum 18.12., jeweils bis 13 Uhr. Für ein Plätzchenpaket kommen Backtag, Trockenzeit und Paketlaufzeit dazu, bestell also deutlich früher. Alle Fristen stehen unter Versand & Lieferung.