Die Verpackung hängt davon ab, wie lange die Plätzchen halten sollen: In der Blechdose bleiben Butterplätzchen zwei bis drei Wochen knusprig, in der Papiertüte nur ein paar Tage.
Unten steht, welche Verpackung zu welchen Plätzchen passt, wie es ohne Plastik geht, was aufs Etikett gehört und welche kurzen Sätze auf einen Anhänger passen. Am Ende kommt ein Keks, der selbst die Karte ist. Ideen, was in die Dose kommt, stehen unter Weihnachtsgeschenke backen.
Welche Verpackung zu welchen Plätzchen passt
| Verpackung | gut für | darauf achten |
|---|---|---|
| Blechdose | gemischte knusprige Sorten, längere Lagerung | Lagen Backpapier dazwischen |
| Glas mit Deckel | kleine Kekse, „Kekse im Glas“ | Kekse müssen ganz ausgekühlt sein |
| Pergamin- oder Papiertüte | 1–3 Kekse, Übergabe am selben oder nächsten Tag | ein Keks pro Tüte reibt nicht |
| Zellophantüte | wenn man den Keks sehen soll | Kunststoff, beschlägt bei warmen Keksen |
| Faltschachtel aus Karton | statt Teller, stapelbar | Kekse flach in Lagen |
| Teller mit Tuch | sofort verschenken | nicht für längere Zeit |
Plätzchen im Glas
Für Plätzchen im Glas nimmst du kleine, flache Sorten, die sich stapeln lassen, etwa Sterne in 6 cm. Große Kekse können beim Herausnehmen am Glasrand brechen. Ein Glas mit weiter Öffnung ist leichter zu füllen und zu leeren als eine Flasche mit engem Hals.
Stapel die Kekse flach übereinander oder stell sie hochkant nebeneinander, dann sieht man die Prägung durch das Glas. Auf den Deckel kommt ein Stück Stoff oder Papier, mit Kordel festgebunden, und daran das Etikett.
Wie viele Kekse du brauchst
Eine Portion Grundteig ergibt bei 6 mm Teigdicke etwa 30–36 Kekse in 6 cm und 18–22 Kekse in 8 cm. Das reicht zum Beispiel für zehn Tüten mit je drei kleinen Keksen oder für eine Dose mit zwei Lagen großer Kekse. Für mehr Geschenke verdoppelst du das Rezept, statt die Teigreste wieder und wieder auszurollen.
Ohne Plastik verpacken
Pergamin und Butterbrotpapier halten Fett zurück und lassen sich falten. Blechdose, Glas und Karton kann die beschenkte Person weiterverwenden. Für robuste Sorten wie Lebkuchen geht auch ein Stoffbeutel. Statt Klebeband nimmst du Kordel oder Bastband, und Etiketten aus Papier bindest du daran fest.
Zwischen die Lagen in der Dose kommt Backpapier, das die beschenkte Person danach noch einmal zum Backen nehmen kann. Alte Blechdosen bekommen mit Geschenkpapier oder einer Zeichnung der Kinder ein neues Gesicht, das Papier klebst du nur außen auf, nicht innen, wo die Kekse liegen.
Sorten trennen
Weiche Sorten wie Lebkuchen bekommen eine eigene Dose. Sie geben Feuchtigkeit ab, und knusprige Butterplätzchen daneben werden weich. Stark gewürzte Sorten wie Spekulatius trennst du ebenfalls, sie geben ihren Geschmack an die anderen ab. In einer gemischten Dose reicht dafür eine eigene Pergamintüte. Puderzucker stäubst du erst kurz vor der Übergabe auf, in der Dose zieht er Feuchtigkeit und ist nach einiger Zeit nicht mehr zu sehen.
Verzierte Kekse packst du erst ein, wenn die Glasur ganz durchgetrocknet ist. Das dauert 12–24 Stunden. Vorher beschlägt die Tüte, oder die Glasur klebt am Papier. Trockenzeiten und Glasuren stehen im Artikel über Royal Icing und Zuckerguss.
Kekse mit Schokolade lagerst du kühl und nicht neben der Heizung. In der warmen Wohnung wird die Schokolade weich, und nach dem Festwerden bekommt sie einen grauen Schleier.
Was aufs Etikett gehört
- Sorte: zum Beispiel „Butterplätzchen mit Vanille“.
- Gebacken am: das Datum, dann weiß die beschenkte Person, wie alt die Kekse sind.
- Zutaten: beim Butterplätzchen-Grundrezept Weizenmehl (Gluten), Butter (Milch) und Ei. Nüsse oder Mandeln schreibst du dazu, wenn du sie verwendet hast. Weißt du, dass jemand in der Familie eine Nussallergie hat, backst du für diese Dose eine Sorte ganz ohne Nüsse.
Zur Haltbarkeit reicht ein allgemeiner Hinweis: Butterplätzchen halten in der geschlossenen Dose etwa zwei bis drei Wochen. Wie Kekse mit Namen als Gastgeschenk für Hochzeit oder Taufe verpackt und beschriftet werden, steht im Artikel über Kekse mit Namen.
Kurze Sprüche für Anhänger und Karten
Auf einen Anhänger passt ein Satz. Er muss nicht witzig sein, eine Information reicht oft schon. Diese Beispiele kannst du übernehmen oder abwandeln:
- „Frisch aus unserer Küche, gebacken am 12. Dezember.“
- „Die Sterne sind Zimt, die runden Vanille.“
- „Für dich gebacken. Die Dose darfst du behalten.“
- „Rezept auf der Rückseite.“
- „Danke für dieses Jahr.“
- „Ausgestochen von Lena, angemalt von Max.“
- „Bitte nicht alle am ersten Abend.“
- „Zum Teilen gedacht. Wir verraten nichts.“
Auf eine Karte mit mehr Platz passt das Rezept, nach dem die Kekse gebacken sind. Wer sie mag, backt sie dann selbst nach. Schreib den Anhänger von Hand. Bei Keksen für mehrere Personen reicht ein Stempel mit dem Datum, dann musst du nur den Namen ergänzen.
Der Keks als Karte
Die Botschaft kannst du auch gleich mitprägen. Der Schriftzug „Frohe Weihnachten“ ist ein abgerundetes Täfelchen mit Rahmen. Als essbares Kärtchen liegt er auf einem Päckchen, auf dunklem Lebkuchen ist die Schrift auch ohne Glasur gut zu lesen. Bei hellem Mürbeteig ziehst du den Rand mit Zuckerguss nach.
Mit Name & Text prägst du einen eigenen Satz in zwei Zeilen mit je 14 Zeichen, zum Beispiel „Danke“ und „für alles“ in einem Herz. Die Weihnachtskugel mit Namen wird zum Anhänger: Stich vor dem Backen mit einem Strohhalm ein Loch in den Aufhänger, zieh nach dem Backen ein Band durch und bind den Keks ans Geschenk. Einen Anhänger, der nicht gegessen wird, stichst du aus Salzteig aus, mehr dazu unter Salzteig-Anhänger mit Prägung.
Der Briefumschlag zeigt die Rückseite eines Briefs mit Lasche und Falznähten, ohne Siegel. Auf der freien Fläche ist Platz für Initialen in Zuckerschrift. Das Herz mit Innenrand hat innen eine glatte Fläche, die du mit roter Glasur füllst und mit einer weißen Initiale beschriftest.
Als Deko auf der Dose passen geprägte Geschenke. Beim Geschenk mit Streifen glasierst du die Streifen abwechselnd rot und weiß, beim Geschenk mit Herzchenmuster füllst du die kleinen Herzen mit der Spritztüte aus. Ein Katalogmotiv kostet 7,90 € in 8 cm, Name & Text 14,90 €.
Wenn die Plätzchen verschickt werden
Für den Versand nimmst du feste Sorten wie Butterplätzchen und Lebkuchen. Sie kommen in eine Dose, Lücken füllst du mit zerknülltem Backpapier, und die Dose wird im Karton rundum gepolstert. Verzierte Kekse wickelst du vorher einzeln in Pergamin, damit die Glasur nicht an den Nachbarn reibt. Alles Weitere zum Packen steht unter Plätzchen verschicken.
Aufbewahren bis zur Übergabe
Bis zur Übergabe stehen die Dosen kühl und trocken, nicht auf der Heizung und nicht auf dem Fensterbrett in der Sonne. Gefüllt wird erst, wenn die Kekse nach dem Backen ganz ausgekühlt sind. Schließt du die Dose früher, sammelt sich Dampf im Deckel, und die Kekse werden weich. Wie lange welche Sorte hält, steht unter Plätzchen aufbewahren und einfrieren.