Plätzchen aufbewahren und einfrieren

Weihnachtsbaum-Ausstecher mit Prägung neben einem gebackenen Keks mit Punktmuster und gewellten Etagen auf ausgerolltem Teig

Knusprige Plätzchen kommen in eine Blechdose, und zwar getrennt von weichen Sorten wie Lebkuchen. Sonst ziehen sie deren Feuchtigkeit und werden selbst weich.

Wo die Dose am besten steht, wie lange Mürbeteigplätzchen halten und was sich einfrieren lässt, vom rohen Teig bis zum gebackenen Keks, steht unten.

Erst ganz auskühlen lassen

Warm eingepackte Kekse geben in der Dose Dampf ab. Er schlägt sich als Kondenswasser nieder, und die Kekse werden weich. Lass sie deshalb auf einem Gitter auskühlen, bis sie auch innen kalt sind. Leg sie dabei nebeneinander und nicht übereinander, sonst staut sich die Wärme zwischen den Keksen. Bei 6 mm dicken Keksen dauert das länger als bei dünnen. Brich im Zweifel einen durch und fühl, ob die Mitte noch warm ist. Das gilt genauso, wenn du Plätzchen verschicken willst.

Glasierte Kekse kommen erst in die Dose, wenn der Guss ganz durchgetrocknet ist. Das dauert 12–24 Stunden, dicke Felder brauchen die vollen 24. Mehr zu den Trockenzeiten steht im Artikel über Royal Icing und Zuckerguss.

Knusprige und weiche Sorten trennen

In eine gemeinsame Dose passen Sorten, die knusprig bleiben sollen: Butterplätzchen, Spekulatius, Schokoladenplätzchen und andere Mürbeteigkekse.

Lebkuchen und andere weiche Sorten bekommen eine eigene Dose. Sie geben Feuchtigkeit ab, und der Mürbeteig daneben nimmt sie auf. Frisch gebackene Lebkuchen sind nach dem Abkühlen oft fester als gewünscht. In einer gut schließenden Dose ziehen sie in den nächsten Tagen wieder Feuchtigkeit und werden mürbe.

Ein Apfelschnitz hält weiche Sorten saftig. Er gehört nur in die Dose mit Lebkuchen und kommt nach 1–2 Tagen wieder heraus, sonst schimmelt er. In einer Dose mit Mürbeteig macht er die Kekse weich.

Auch stark gewürzte Sorten lagerst du für sich. Zimt, Nelken und Kardamom gehen auf andere Kekse über, und dann schmeckt das Vanilleplätzchen nach Spekulatius.

Blechdose, Glas oder Kunststoffdose

Behälter Gut für Darauf achten
Blechdose knusprige Sorten gut schließender Deckel, Backpapier zwischen den Lagen
Glas mit Deckel kleine Mengen, zum Verschenken dicht schließender Deckel
Kunststoffdose alle Sorten dicht, ohne Geruch von der letzten Füllung
Gefrierbeutel oder Gefrierdose zum Einfrieren Luft herausdrücken, mit Sorte und Datum beschriften

Offen auf dem Teller werden Mürbeteigplätzchen nach einiger Zeit weich, und Lebkuchen werden hart. Auf den Adventsteller legst du deshalb nur so viel, wie bald gegessen wird. Der Rest bleibt in der Dose.

Verzierte Kekse stapelst du erst, wenn der Guss ganz durch ist, und legst Backpapier zwischen die Lagen. Kekse mit Kuvertüre liegen am besten nebeneinander in einer flachen Dose, bis die Schokolade fest ist.

Kühl und trocken, aber nicht im Kühlschrank

Die Dosen stehen am besten in einem kühlen Raum oder in der Speisekammer, weg von Heizung und Ofen. Im Kühlschrank ist es feucht: Zuckerguss wird klebrig, und die Kekse nehmen Gerüche von Käse oder Zwiebeln an.

Wie lange Plätzchen halten

Butterplätzchen und andere Mürbeteigplätzchen halten in einer gut schließenden Blechdose etwa 2–3 Wochen. Für Lebkuchen nach unserem Rezept gilt dieselbe Zeit, sie steht im Rezept für Lebkuchen zum Ausstechen.

Gefüllte Plätzchen mit Marmelade, etwa Linzer Kekse, ziehen in der Dose durch und werden mit jedem Tag mürber. Sie gehören zu den Sorten, die du früher isst.

Riecht ein Keks muffig oder schmeckt die Butter ranzig, kommt er weg, egal wie lange er in der Dose war.

Haltbarkeit auf einen Blick

Was Wo Wie lange, als Richtwert
Butterplätzchen und andere Mürbeteigplätzchen Blechdose, kühl und trocken 2–3 Wochen
Lebkuchen nach unserem Rezept eigene Dose 2–3 Wochen
gefüllte Plätzchen mit Marmelade eigene Dose früher essen, sie werden mürber
roher Mürbeteig Kühlschrank, in Folie 1–2 Tage
roher Mürbeteig Gefrierfach bis zu 3 Monate
gebackene, unverzierte Plätzchen Gefrierfach bis etwa 3 Monate

Gebackene Plätzchen einfrieren

Gebackene Plätzchen lassen sich einfrieren, am besten unverziert und vollständig ausgekühlt. Leg sie in eine Gefrierdose mit Backpapier zwischen den Lagen oder in einen Gefrierbeutel, aus dem du die Luft herausdrückst. Als Richtwert halten sie so bis etwa 3 Monate. Schreib Sorte und Datum auf Dose oder Beutel, im Januar weiß sonst niemand mehr, was darin ist.

Zum Auftauen bleiben sie in der geschlossenen Dose bei Raumtemperatur. Öffne sie erst nach 1–2 Stunden, dann schlägt sich kein Kondenswasser auf den Keksen nieder.

Plätzchen mit Zuckerguss friert man besser nicht ein. Beim Auftauen kann der Guss feucht werden und Flecken bekommen. Friere die Kekse unverziert ein und verzier sie nach dem Auftauen. Kekse mit Schokolade können nach dem Einfrieren grau anlaufen. Das ist unbedenklich, sieht aber stumpf aus.

Teig und Rohlinge einfrieren

Roher Mürbeteig hält als flache Scheibe in Folie gewickelt bis zu 3 Monate im Gefrierfach. Er taut über Nacht im Kühlschrank auf und lässt sich dann normal ausrollen.

Noch praktischer sind ausgestochene Rohlinge. Leg sie auf dem Blech ins Gefrierfach, bis sie hart sind, und schichte sie dann mit Backpapier in eine Dose. Gebacken werden sie direkt aus dem Gefrierfach, 1–2 Minuten länger als angegeben. Weil der Teig eiskalt in den Ofen kommt, bleibt die Prägung besonders scharf. Warum Kälte die Form hält, erklärt der Artikel über den richtigen Teig für Ausstecher mit Prägung.

So stichst du an einem Tag alles aus und backst über den Advent verteilt immer wieder frisch, zum Beispiel für einen Kalender mit 24 Keksen. Einen Zeitplan bis Heiligabend findest du im Artikel Weihnachtsplätzchen ausstechen.

Wenn Plätzchen weich oder hart geworden sind

Unverzierte Mürbeteigplätzchen, die in der Dose weich geworden sind, backst du 5 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze auf. Sie kühlen auf dem Gitter ab und kommen erst kalt zurück in die Dose. Mit Zuckerguss oder Schokolade geht das nicht.

Bei hart gewordenen Lebkuchen hilft der Apfelschnitz aus dem Abschnitt oben, für 1–2 Tage in der Dose.

Den Ausstecher bis zum nächsten Advent lagern

Die Ausstecher lagerst du trocken und vor Wärme geschützt, nicht neben Heizung oder Ofen, denn PLA wird ab etwa 55 °C weich. Mehr dazu steht unter Pflege & Aufbewahrung.

Motive für die nächste Fuhre stehen bei den Weihnachts-Ausstechern. Für eine Lieferung vor Heiligabend innerhalb Deutschlands bestellst du Katalogmotive und eigene Designs bis zum 18.12. um 13 Uhr.