Salzteig besteht aus Mehl, Salz und Wasser, lässt sich wie Plätzchenteig ausstechen und wird beim Trocknen hart. Mit einem Ausstecher mit Prägung bekommt der Anhänger sein Motiv gleich mit, bemalt wird danach.
Salzteig ist nicht zum Essen da, auch nicht zum Probieren. Er enthält so viel Salz, dass er ungenießbar ist. Wenn kleine Kinder mitbasteln, achte darauf, dass nichts in den Mund wandert.
Salzteig zum Ausstechen
Für den Teig brauchst du:
- 200 g Weizenmehl
- 200 g feines Salz
- etwa 125 ml Wasser
- nach Wunsch 1 EL Speiseöl, das macht den Teig geschmeidiger
Misch Mehl und Salz und gib das Wasser nach und nach dazu. Knete 5–10 Minuten, bis der Teig glatt ist und nicht mehr klebt. Ist er zu feucht, arbeite etwas Mehl ein. Ist er zu trocken, gib teelöffelweise Wasser dazu.
Nimm kaltes oder zimmerwarmes Wasser, kein heißes, denn der Ausstecher gehört an kalten Teig.
Wenn du den Teig färben willst, knete etwas Kakao oder Lebensmittelfarbe ein. Mit Kakao wird er braun wie Lebkuchen. Ungefärbter Salzteig trocknet hell, fast weiß.
Ausrollen, ausstechen, Loch stechen
Roll den Teig 6 mm dick aus, zwischen 5 und 8 mm greift die Prägung. Zwei Teigleisten links und rechts halten die Dicke gleichmäßig. Den Ausstecher tauchst du vor jedem Stich in Mehl, wie bei Plätzchen.
Für Anhänger eignen sich Motive mit Öse oder Schlaufe, an denen später das Band sitzt:
- Die Weihnachtskugel hat oben Kappe und Öse, darunter Wellenbänder und Tupfen.
- Bei der Glocke sitzt eine kleine Öse unter der großen Schleife.
- Die Weihnachtssocke mit Bonbons hat oben eine Schlaufe zum Aufhängen.
- Bei der Weihnachtsmütze stichst du das Loch in den dicken Bommel.
- Die verästelte Schneeflocke bekommt ein kleines Loch in einen ihrer sechs Arme.
Das Loch stichst du mit einem Strohhalm, solange der Teig weich ist, und nicht zu nah am Rand. In einen getrockneten Anhänger lässt sich kaum noch ein Loch bohren, ohne dass er bricht.
Leg die Anhänger auf Backpapier. Stich alle aus, bevor der Ofen angeht. Der Ausstecher kommt nie an warmen Teig, nie aufs warme Blech und nie in den Ofen, denn er ist aus PLA und wird ab etwa 55 °C weich.
An der Luft oder im Ofen trocknen
Salzteig muss vollständig austrocknen, bis er hart ist. Dafür gibt es zwei Wege, und bei beiden gilt: Je dicker der Anhänger, desto länger dauert es. Die Zeiten unten sind Richtwerte.
An der Luft
Leg die Anhänger an einen trockenen Ort ohne direkte Sonne, am besten auf ein Kuchengitter, damit auch die Unterseite Luft bekommt. Bei 5–6 mm Dicke rechnest du mit einem bis drei Tagen, dickere Stücke brauchen länger. Dreh sie einmal am Tag um.
Im Ofen
Im Ofen geht es schneller, aber nur bei niedriger Temperatur. Fang mit 50 °C an. Als Faustregel brauchst du bei dieser Temperatur etwa eine Stunde pro 5 mm Dicke. Danach kannst du auf höchstens 100 °C erhöhen, bis die Anhänger ganz hart sind. Öffne die Ofentür zwischendurch, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Zu viel Hitze macht Blasen und Risse. Lass die Anhänger deshalb lieber länger bei niedriger Temperatur im Ofen als kurz bei hoher.
Ein Anhänger ist durch, wenn er überall hart ist und hohl klingt, sobald du mit einer Gabel auf die Rückseite klopfst. Ist die Unterseite noch weich oder kühl, braucht er mehr Zeit.
Prägen und nachstechen kannst du nur, solange der Teig roh und kalt ist. Ist er warm oder schon angetrocknet, bleibt der Ausstecher in der Schublade.
Die Prägung sichtbar machen
Natur gelassen wirft die Prägung Schatten und ist auch ohne Farbe zu sehen. Wer bemalen will, hat mehrere Möglichkeiten:
- Flächen ausmalen: mit Acrylfarbe, erst wenn der Anhänger ganz trocken ist. Die Linien bleiben frei und zeichnen das Motiv nach.
- Farbe in die Linien: dunkle Farbe über das Motiv streichen und gleich mit einem leicht feuchten Tuch von den Flächen wischen. Sie bleibt in den Rillen. Bei Keksen funktioniert dieselbe Technik mit Lebensmittelfarbe, sie steht im Artikel über Royal Icing und Zuckerguss.
- Gold oder Silber: einzelne Linien mit einem Lackstift nachziehen.
Arbeite beim Bemalen mit wenig Wasser, denn nasser Salzteig weicht wieder auf.
Zum Schluss lackierst du die Anhänger rundum mit Klarlack, auch auf der Rückseite. Salzteig zieht Feuchtigkeit aus der Luft und wird sonst mit der Zeit wieder weich.
Anhänger mit Namen und Jahreszahl
Die Weihnachtskugel mit Namen prägt zwei Zeilen mit je bis zu 14 Zeichen, zum Beispiel einen Namen und „2026“. So entsteht ein Anhänger zum ersten Weihnachten eines Kindes, der jedes Jahr wieder an den Baum kommt. Weitere Geschenkideen mit Salzteig und Plätzchen stehen im Artikel Weihnachtsgeschenke backen.
Aus einer Zeichnung deines Kindes machst du mit der Kinderzeichnung als Ausstecher einen eigenen Ausstecher und daraus einen Anhänger, der die Linien der Zeichnung trägt.
Eigene Designs sind in 2–3 Werktagen versandfertig. Für einen Bastelnachmittag im Advent bestellst du früh, für eine Lieferung vor Heiligabend innerhalb Deutschlands spätestens bis zum 17.12., 13 Uhr.
Aufhängen und aufbewahren
Häng die Anhänger so auf, dass Hunde sie nicht erreichen. Salzteig enthält sehr viel Salz und ist für Hunde gefährlich.
Nach Weihnachten wickelst du sie in Seidenpapier und lagerst sie in einer Schachtel an einem trockenen Ort, nicht im feuchten Keller.
Den Ausstecher nach dem Salzteig reinigen
Spül den Ausstecher direkt danach von Hand mit Wasser bis 40 °C und säubere die Rillen mit einer weichen Bürste, bevor Salzreste eintrocknen. In die Spülmaschine darf er nicht. Mehr dazu steht unter Pflege & Aufbewahrung.
Bei Salzteig nur aus Mehl, Salz, Wasser und Öl kann der gründlich gespülte Ausstecher danach wieder für Plätzchen dienen, wie im Artikel Weihnachtsplätzchen ausstechen beschrieben. Wer Kleister oder andere Bastelzusätze in den Teig mischt, nimmt dafür einen eigenen Ausstecher. Wie du mit demselben Ausstecher Fondant und Marzipan prägst, steht im Artikel Fondant und Marzipan ausstechen.