Mitgebsel zum Kindergeburtstag: Kekse statt Plastik

Geschenk-Ausstecher mit Prägung neben einem gebackenen Keks: Päckchen von vorn mit Schleife und drei Bändern, auf ausgerolltem Teig und hellem Holz

Ein Keks im Papiertütchen mit dem Namen des Gastes auf dem Anhänger ist ein Mitgebsel, das nicht im Kinderzimmer herumliegt. Die Zutaten kosten wenig, und oft hat das Kind den Keks auf der Feier selbst verziert.

Gebacken wird ein Mürbeteig ohne Backpulver, damit das Motiv des Ausstechers mit Prägung nach dem Backen noch zu sehen ist. Hier steht, welche Kekse zu welchem Alter passen, wie die Namen auf die Tüte kommen und wie die Kekse den Heimweg überstehen.

Der Keks als Mitgebsel

Die Grundlage ist das Butterplätzchen-Grundrezept: 300 g Mehl, 200 g kalte Butter, 100 g Puderzucker, 1 Ei, 1 Prise Salz, 6 mm dick ausgerollt. Dazu kommt ein Motiv, das zum Motto der Feier passt, und pro Gast ein bis zwei Kekse. Eine Portion Teig ergibt mit einem 6-cm-Ausstecher etwa 30–36 Kekse, mit 8 cm etwa 18–22.

Ein Ausstecher prägt immer denselben Text. Die Namen der Gäste kommen deshalb auf den Anhänger der Tüte. Wer den Namen trotzdem auf dem Keks haben will, streicht eine hauchdünne weiße Lasur auf eine glatte Fläche, lässt sie trocknen und schreibt mit Lebensmittelstift darauf. Wie die Lasur gelingt, ohne die Prägung zuzudecken, steht im Artikel über Royal Icing und Zuckerguss. Nach demselben Prinzip funktionieren Platzkarten bei Hochzeiten, beschrieben im Artikel über Kekse mit Namen als Gastgeschenk.

Ideen nach Alter

4 und 5 Jahre

Für kleine Gäste eignen sich große, einfache Motive mit klaren Feldern. Der Stern mit Gesicht sieht aus, als würde er schlafen, mit zwei geschlossenen Bögen als Augen; hellgelbe Glasur und zwei rosa Zuckerpunkte als Wangen reichen. Der Bärenkopf ist kreisrund und hat kaum Linien. Beim Fisch teilen breite Doppellinien den Körper in große Streifen, die du abwechselnd orange und weiß füllst.

In diesem Alter gibst du den Keks fertig verziert oder unglasiert mit. Leg den Eltern einen Zettel mit den Zutaten dazu.

6 und 7 Jahre

Ab hier lohnt sich eine Verzier-Station auf der Feier. Jedes Kind verziert seinen Keks selbst und nimmt ihn mit. Die Glasur ist erst nach 6–8 Stunden oberflächlich trocken, deshalb kommt der Keks in eine offene Schachtel und nicht in die Tüte. Die Tüte mit dem Namensanhänger legst du für zu Hause daneben.

8 und 9 Jahre

Ältere Kinder können mit mehr Details umgehen. Der Controller hat ein Steuerkreuz, vier Tasten und ein freies Mittelfeld für eine Initiale. Beim Fußball füllst du nur die Fünfecke mit schwarzem Guss. Der Rollenspiel-Würfel mit der großen 20 sieht geschliffen aus, wenn jedes zweite Feld dunkelroten Guss bekommt. Zum Keks passt eine Rezeptkarte, damit die Gäste zu Hause nachbacken können.

10 und 11 Jahre

In diesem Alter kann der Ausstecher selbst das Mitgebsel sein, mit einer Rezeptkarte dazu. Für acht Gäste sieht die Rechnung so aus:

Variante Einzeln Mit „4 für 3“
8 Katalogmotive in 6 cm, je 7,90 € 63,20 € 47,40 € (rund 5,93 € pro Kind)
1 eigenes Design mit Name & Text in 6 cm (12,90 €) plus 7 weitere Exemplare (je 7,90 €) 68,20 € 52,40 €

Bei acht Ausstechern sind die zwei günstigsten gratis. Im Katalog kostet 6 cm so viel wie 8 cm, liegt aber besser in Kinderhänden. Die Katalogmotive suchst du unter Alle Ausstecher aus, gern jedem Kind ein anderes. Ein eigenes Design, etwa mit dem Motto und dem Datum der Feier, gestaltest du mit Name & Text. Jedes weitere Exemplar desselben Designs kostet so viel wie ein Katalogmotiv und kommt automatisch in den Warenkorb, wenn du im Gestalter mehr als ein Stück wählst.

Was auf die Rezeptkarte gehört

Eine Karte im Postkartenformat reicht. Darauf stehen die Zutaten des Grundteigs, die Teigdicke von 6 mm, die Backzeit von 10–12 Minuten bei 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft und der Hinweis, die ausgestochenen Kekse vor dem Backen 15 Minuten ins Gefrierfach zu stellen. Liegt der Ausstecher bei, gehört noch ein Satz zur Pflege dazu: von Hand spülen mit höchstens 40 °C warmem Wasser, nicht in die Spülmaschine und nicht aufs heiße Blech.

Sinnvoll verpacken

Für einzelne Kekse reichen Papiertüten, Pergamin oder Butterbrotpapier, für verzierte Kekse kleine Schachteln. Zugebunden wird mit Schnur, daran hängt ein Anhänger aus Karton mit dem Namen des Gastes. Ein Streifen Fotokarton, mit dem Locher gelocht, tut es auch. Ist das Motto ein Fußballturnier, darf der Anhänger wie eine Eintrittskarte aussehen, bei einer Detektivparty wie eine Akte. Glitzer und Anhänger aus Plastik brauchst du dafür nicht.

Pack nur ganz ausgekühlte und durchgetrocknete Kekse ein. Warme Kekse geben Feuchtigkeit ab, die Tüte beschlägt, und der Keks wird weich. Glasierte Kekse brauchen 12–24 Stunden, bis die Glasur ganz durch ist.

Allergien und Zutaten

Auf den Zutatenzettel gehören beim Grundteig Gluten (Weizen), Ei und Milch (Butter). Nüsse schreibst du nur dazu, wenn du sie verwendest, und für Kindergeburtstage lässt du sie am besten ganz weg. Für Gäste ohne Ei oder Gluten stehen Abwandlungen im Grundrezept, back davon vorher einen Probekeks. Eigene Rezepte gibt es für vegane Ausstechplätzchen und glutenfreie Ausstechplätzchen.

Kekse, die den Heimweg überstehen

Back die Mitgebsel-Kekse 6–8 mm dick und wähl kompakte Formen wie Stern, Kreis oder Herz. Schmale Ausläufer wie Beine, Ohren oder Henkel brechen in der Tüte leichter ab. Füll die Tüten erst kurz vor dem Abholen und stell sie flach nebeneinander in eine Kiste.

Zeitplan

Gebacken wird 2–5 Tage vor der Feier, in der Blechdose halten die Kekse 2–3 Wochen. Am Vortag packst du sie ein, die Anhänger beschriftest du schon vorher. Für die Ausstecher plan genug Zeit ein: Katalogmotive sind in 1–2 Werktagen versandfertig, eigene Designs in 2–3, und DHL braucht innerhalb Deutschlands 1–2 Werktage. Alle Motive für Kinderfeiern stehen bei den Ausstechern für den Kindergeburtstag.

Wie viel Teig du für die ganze Feier brauchst, welche Motive zu welchem Motto passen und wie die Kinder beim Backen mitmachen, steht im Artikel über Kekse zum Kindergeburtstag.