Katzen sind reine Fleischfresser, deshalb besteht ein Katzenkeks vor allem aus Fleisch, gebunden mit Ei und etwas Mehl. Die Leckerli bleiben klein, etwa einen Zentimeter groß.
Katzenkekse sind Leckerli und ersetzen kein Futter. Hat deine Katze eine Allergie, eine Nierenerkrankung oder Übergewicht, oder bekommt sie Diätfutter, sprich vorher mit deiner Tierarztpraxis. Kekse in Katzenform für Menschen stehen weiter unten.
Rezept für Katzenkekse mit Hühnchen
Die Mengen sind Richtwerte. Wie viel Mehl der Teig braucht, hängt davon ab, wie feucht das Hühnchen nach dem Pürieren ist.
Zutaten
- 150 g Hähnchenbrust, ohne Salz und Gewürze gegart
- 1 Ei
- 80–100 g Vollkorn-Dinkelmehl
- 1 TL Pflanzenöl, etwa Rapsöl
- nach Wunsch 1 TL getrocknete Katzenminze
- etwas ungesalzenes Kochwasser vom Hühnchen
Zubereitung
- Die Hähnchenbrust in ungesalzenem Wasser gar kochen, abkühlen lassen und das Kochwasser aufheben.
- Das Hähnchen sehr fein pürieren. Ei, Öl und nach Wunsch Katzenminze untermischen.
- Das Mehl unterkneten, bis sich der Teig formen lässt. Ist er zu trocken, kommt ein Löffel Kochwasser dazu.
- Den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze (140 °C Umluft) vorheizen.
- Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier 5 mm dick ausrollen und mit einem Messer oder Teigrad in Würfel von etwa 1 cm schneiden. So klein bleiben die Leckerli, damit sich die Katze nicht daran verschluckt.
- 15–20 Minuten backen. Danach im ausgeschalteten Ofen bei einen Spalt breit geöffneter Tür 1–2 Stunden trocknen lassen.
Katzenminze ist freiwillig. Etwa jede dritte Katze reagiert gar nicht darauf, das ist angeboren. In der kleinen Menge gilt sie als unbedenklich, größere gefressene Mengen können den Magen verstimmen.
Variante mit Thunfisch
Statt Hühnchen geht gelegentlich Thunfisch aus der Dose, gut abgetropft und ohne Gewürze. Täglich sollte eine Katze keinen Thunfisch bekommen: Er enthält Quecksilber, und Katzen, die große Mengen Dosenthunfisch fressen, können einen Vitamin-E-Mangel entwickeln. Das Hühnchen bleibt deshalb die Grundlage.
Warum ohne Leberwurst
Viele Rezepte nehmen Leberwurst. Leber enthält viel Vitamin A, und bei Katzen, die viel Leber bekommen, kann es zu einem Vitamin-A-Überschuss kommen. Manche Leberwurstsorten enthalten außerdem Zwiebeln. Für Katzenkekse nimmst du deshalb lieber Hühnchen.
Wo der Ausstecher passt
Für den Alltag ist ein 6-cm-Keks eine zu große Portion für eine Katze, dafür bleiben Würfel und kleine Kugeln. Ein Ausstecher lohnt sich für einen einzelnen Geschenkkeks, zum Katzengeburtstag oder in einer Dose für Katzenfreunde. Vor dem Füttern brichst du ihn in kleine Stücke.
Als Motive passen die Pfote, deren Außenkante dem Pfotenabdruck folgt, und das Herz mit Pfote, das wie in einem Pinselzug gemalt aussieht. Fleischteig ist weicher als Mürbeteig, die Prägung wird flacher. Kühl den Teig gut, roll ihn 6 mm dick aus und tauch den Ausstecher vor jedem Stich in Mehl. Probier es zuerst an einem Keks aus. Der Ausstecher ist aus PLA und gehört nur an kalten Teig.
Was Katzen nicht fressen dürfen
- Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch, auch gekocht oder als Pulver. Katzen reagieren darauf noch empfindlicher als Hunde.
- Schokolade und Kakao
- Weintrauben und Rosinen: Bei Hunden schädigen sie die Nieren, bei Katzen gibt es Einzelberichte. Tierärzte raten vorsorglich ab.
- Alkohol und Koffein, also auch kein Kaffee und kein Tee
- rohes Fleisch, wegen Keimen wie Salmonellen. Rohes Wildschwein überträgt außerdem die Aujeszkysche Krankheit, die für Katzen tödlich ist.
- Milch und Milchprodukte: Viele Katzen vertragen den Milchzucker nicht.
- Xylit: Anders als beim Hund ist eine Vergiftung bei Katzen nicht belegt. Der Weltverband der Kleintierärzte (WSAVA) führt Xylit trotzdem unter den giftigen Zutaten, in Katzenkekse gehört es also nicht.
Alles für Katzen bleibt ungesalzen und ungewürzt. Fertige Gewürzmischungen enthalten oft Zwiebel- oder Knoblauchpulver. Hat deine Katze etwas Giftiges gefressen, ruf sofort die Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an. Bring sie nicht selbst zum Erbrechen, außer die Praxis sagt es dir ausdrücklich.
Wie viele Leckerli eine Katze bekommt
Als Faustregel kommen höchstens etwa 10 % der täglichen Energie aus Leckerli. Laut WSAVA sind das bei einer gesunden erwachsenen Katze mit 4 kg etwa 22 kcal am Tag, bei 2,5 kg etwa 18 kcal. Zum Vergleich: 28 g gegarte Hähnchenbrust haben 47 kcal. Zieh die Katzenkekse also von der Tagesration ab, und frag die Tierarztpraxis, wie viel deine Katze insgesamt braucht.
Aufbewahren
Wegen des Fleischs kommen Katzenkekse in eine Dose im Kühlschrank und sind innerhalb weniger Tage verfüttert. Für Vorrat frierst du sie portionsweise ein und taust immer nur so viel auf, wie du in den nächsten Tagen brauchst. Woran du verdorbene Leckerli erkennst, steht im Artikel Hundekekse haltbar machen.
Kekse in Katzenform für Menschen
Mit „Katzenkekse“ sind auch Plätzchen in Katzenform gemeint. Die backst du aus Butterplätzchen-Teig nach dem Grundrezept, und so sehen die Motive im Teig aus:
- Katze mit Herz: Die Katze drückt ein großes Herz an sich, ihre Ballen sind kleine Herzchen. Das große Herz glasierst du rot, die Ballen bekommen rosa Tupfen.
- Katze im Karton: Die Klappen stehen nach allen Seiten ab. Den Karton pinselst du hellbraun an, die Katze bekommt ihre eigene Fellfarbe.
- Europäische Kurzhaarkatze: Schnurrhaare und das Tigerzeichen auf der Stirn sind geprägt. Grau-braune Glasur und ein paar dunkle Streifen machen eine getigerte Hauskatze daraus.
- Katze, stehend: eine Silhouette, innen bleibt die Fläche frei. Schwarz glasiert sieht sie aus wie die Katze vom Fensterbrett gegenüber.
- Katze mit Bommelmütze: für den Advent, mit geschlossenen Augen und Ringeln auf der Mütze.
Für Katzenfreunde wird daraus ein Geschenk: eine Dose Katzenkekse für die Menschen und der Ausstecher dazu. Die eigene Katze als Ausstecher gibt es über den Ausstecher vom Foto für 19,90 € (6 cm), 22,90 € (8 cm) oder 24,90 € (10 cm). Wie du die Menschenkekse glasierst, ohne die Prägung zuzudecken, steht im Artikel über Royal Icing und Zuckerguss.
Menschenkekse gibst du nicht an die Katze. Essen vom Menschentisch kann für Katzen ungesund sein, und Butter zählt zu den Milchprodukten, die viele Katzen nicht vertragen. Alle Katzenmotive stehen bei den Hunde- und Katzen-Ausstechern. Geschenkideen für Hundehalter stehen bei den Geschenken für Hundebesitzer zum Selbermachen.