Selbst gebackene Hundekekse halten so lange, wie sie trocken sind. Gut durchgetrocknet liegen sie in einer Blechdose etwa 2–3 Wochen. Sind sie innen noch weich, gehören sie in den Kühlschrank und sind in wenigen Tagen verfüttert.
Unten steht, wie du die Kekse richtig trocknest, worin du sie aufbewahrst, wie du sie einfrierst und woran du merkst, dass ein Keks nicht mehr in den Hund gehört. Das Rezept selbst steht im Artikel Hundekekse selber backen.
Das Wasser im Keks entscheidet
Selbst gebackene Hundekekse kommen ohne Salz, Zucker und Konservierungsstoffe aus. Damit bleibt zum Haltbarmachen nur das Trocknen. Steckt im Inneren noch Restfeuchte, wächst dort Schimmel, auch wenn die Oberfläche trocken aussieht.
Das zweite Problem ist Fett. Erdnussmus und Öl werden mit der Zeit ranzig, auch in einem trockenen Keks. Feuchte Zutaten wie Kürbis, Banane, Süßkartoffel, Hüttenkäse oder gegartes Hähnchen bringen zusätzlich Wasser in den Teig. Kekse damit halten nur dann länger als ein paar Tage, wenn du sie besonders gründlich nachtrocknest.
Hundekekse richtig trocknen
Im Backofen gehst du so vor wie im Grundrezept:
- Bei 160 °C Ober-/Unterhitze (140 °C Umluft) 25–30 Minuten backen.
- Den Ofen ausschalten und die Tür mit einem Kochlöffel einen Spalt offen halten, damit der Dampf abziehen kann.
- Die Kekse 1–2 Stunden im Ofen lassen, gern über Nacht.
- Einen Keks aus der Mitte des Blechs durchbrechen. Ist er innen trocken und knackig, sind die Kekse fertig. Ist er in der Mitte noch dunkler und weich, brauchen alle noch Zeit.
So werden Hundekekse hart. Die Bruchprobe machst du immer an einem Keks aus der Mitte, weil die am Rand schneller trocknen.
Dicke Kekse brauchen länger. Für eine Prägung rollst du den Teig 5–8 mm dick aus, unter 4 mm greift sie nicht. Solche Kekse trocknen langsamer als dünne Taler, und ein 10-cm-Knochen braucht länger als ein 6-cm-Keks. Leg deshalb nur gleich große Kekse auf ein Blech.
Einen Dörrautomaten kannst du zum Nachtrocknen nach dem Backen nehmen. Temperatur und Dauer richten sich nach der Anleitung des Geräts, die Bruchprobe gilt genauso.
Den Ausstecher legst du währenddessen nicht auf die Ofenklappe. Er ist aus PLA und wird ab etwa 55 °C weich.
Wie lange welche Kekse halten
| Kekssorte | Lagerung | Richtwert |
|---|---|---|
| vollständig getrocknet, Teig ohne Fleisch und Milchprodukte wie im Grundrezept | Blechdose oder Baumwollbeutel, kühl und trocken | ca. 2–3 Wochen |
| innen noch weich | Dose im Kühlschrank | wenige Tage |
| mit Fleisch oder Hüttenkäse | getrocknet kühl lagern, weich in den Kühlschrank | kürzer als der Grundteig, im Zweifel Kühlschrank und wenige Tage |
| eingefroren | portionsweise im Gefrierbeutel | bis etwa 3 Monate |
Das sind Richtwerte, keine festen Fristen. Wie lange ein Keks hält, hängt am Wasser und am Fett darin, und beides ist bei jedem Teig etwas anders. Bei gekauften Hundekeksen gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung, nach dem Öffnen lagerst du sie gut verschlossen und trocken.
Dose, Beutel oder Glas
Eine Blechdose oder ein Baumwollbeutel ist die erste Wahl. Papier und Stoff lassen die letzte Feuchtigkeit entweichen, die Blechdose hält Licht ab. Luftdichte Gläser und Kunststoffdosen nimmst du nur für Kekse, die ganz durchgetrocknet und vollständig ausgekühlt sind. Steckt noch Wärme oder Wasser im Keks, schlägt sich innen Kondenswasser nieder, und die Kekse werden weich.
Stell die Dose an einen kühlen, dunklen Platz, nicht neben Herd oder Heizung. Hundekekse bekommen ihre eigene Dose, getrennt von den Plätzchen für Menschen, und ein Etikett. Wie du Butterplätzchen und Lebkuchen aufbewahrst, steht im Artikel Plätzchen aufbewahren und einfrieren.
Hundekekse einfrieren
Für Vorrat frierst du die Kekse ein, sobald sie vollständig abgekühlt sind. Pack sie portionsweise in Gefrierbeutel, zum Beispiel als Wochenration. Dann bleibt der Rest gefroren, während du eine Portion aufbrauchst.
Zum Auftauen legst du die Portion bei Raumtemperatur auf einen Teller. Aufgetaute Kekse kommen nicht zu den trockenen in die Dose, sie bringen Feuchtigkeit mit. Verfüttere sie zuerst und friere sie nicht wieder ein.
Auch den rohen Teig kannst du einfrieren. Drück ihn flach, wickle ihn in Folie und lass ihn über Nacht im Kühlschrank auftauen. Danach rollst du ihn aus und stichst ihn aus wie frischen Teig.
Woran du verdorbene Hundekekse erkennst
- Schimmel, auch als weißer Flaum oder in kleinen Punkten
- ein muffiger Geruch beim Öffnen der Dose
- ein ranziger Geruch, vor allem bei Keksen mit Erdnussmus oder Öl
- Kekse, die in der Dose weich geworden sind
Einen schimmeligen Keks kratzt du nicht ab, und nochmal Aufbacken hilft auch nicht. Die Pilzfäden breiten sich unsichtbar im Inneren aus, und ihre Gifte übersteht auch Hitze. Wirf deshalb die ganze Dose weg. Verschimmeltes Futter kann Hunde krank machen. Hat dein Hund verdorbene Kekse gefressen und wirkt danach auffällig, ruf die Tierarztpraxis an.
Haltbar verschenken
Verschenk nur durchgetrocknete Kekse. Weiche Varianten mit Fleisch oder Hüttenkäse sind für den eigenen Hund und schnell verfüttert. Aufs Etikett gehören das Backdatum, die Zutaten und der Hinweis „trocken lagern, ca. 2–3 Wochen haltbar“. Dazu der Satz „Leckerli, von der Tagesration abziehen“: Leckerli ersetzen kein Futter, als Faustregel kommen höchstens etwa 10 % der täglichen Energie daraus.
Einen Keks mit dem Namen des Hundes bäckst du mit dem Knochen mit Namen, der als Ausstecher gleich mit ins Geschenk passt. Etikett und Backmischung zum Verschenken beschreibt der Artikel Geschenke für Hundebesitzer selber machen. Für den Dezember lohnt sich ein Backplan in zwei Durchgängen, damit auch der letzte Keks am 24. noch knackig ist.
Den Ausstecher nach dem Backen pflegen
Spül den Ausstecher von Hand mit warmem Wasser bis 40 °C, nicht in der Spülmaschine. Teigreste in den feinen Rillen löst eine weiche Bürste, danach trocknet er an der Luft. Mehr dazu unter Pflege. Weitere Motive für Hundekekse stehen bei den Hunde- und Katzen-Ausstechern.