Hundekekse ohne Getreide selber backen

Runder Ausstecher mit Prägung neben einem gebackenen Keks mit Hundepfote aus vier Zehen und Ballen auf hellem Holz

Getreidefrei heißt: kein Weizen, kein Dinkel, kein Hafer, keine Gerste und kein Roggen, aber auch kein Reis, kein Mais und keine Hirse. Für Hundekekse bleiben Mehle aus Hülsenfrüchten wie Kichererbsenmehl, dazu gegarte Süßkartoffel und Kokos.

Unten steht ein Rezept mit Kichererbsenmehl und Süßkartoffel, was sich am Teig und an der Prägung ändert und warum Buchweizen hier fehlt, obwohl er in vielen Rezepten vorkommt. Hundekekse sind Leckerli und ersetzen kein Futter. Hat dein Hund eine Allergie, ist er krank oder bekommt er Diätfutter, sprich vorher mit deiner Tierarztpraxis.

Getreidefrei und glutenfrei sind zweierlei

Gluten steckt in Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste. Reis, Mais und Hirse sind ebenfalls Getreide, enthalten aber kein Gluten. Auf einer Packung mit der Aufschrift „glutenfrei“ kann also trotzdem Reismehl stehen.

Zutat getreidefrei glutenfrei im Hundekeks
Weizen, Dinkel nein nein Grundlage im Grundrezept, hier nicht
Hafer, Haferflocken nein nur als ausgewiesen glutenfreier Hafer bindet und macht den Teig weich, hier nicht
Reis, Mais, Hirse nein ja Getreide, also hier nicht
Buchweizen ja (Pseudogetreide) ja lassen wir weg, Gründe weiter unten
Kichererbsenmehl ja ja Grundlage dieses Rezepts, macht den Teig fest, nur gebacken
Süßkartoffel ja ja nur gegart, bindet und bringt Feuchtigkeit
Kokosmehl, Kokosraspel ja ja saugt viel Flüssigkeit, nur in kleinen Mengen

Welchen Bestandteil ein Hund nicht verträgt, klärt die Tierarztpraxis, meist mit einer Ausschlussdiät über mehrere Wochen. Bluttests auf Futtermittelallergien gelten dafür als nicht verlässlich. Während einer Ausschlussdiät bekommt der Hund keine anderen Leckerli, auch keine selbst gebackenen.

Ohne Unverträglichkeit braucht ein Hund keine getreidefreien Kekse. Es gibt keinen belastbaren Hinweis, dass Getreide gesunden Hunden schadet, und Allergien gegen Getreide sind bei Hunden noch seltener als Futtermittelallergien insgesamt.

Rezept: Hundekekse mit Kichererbsenmehl und Süßkartoffel

Die Mengen sind Richtwerte. Kichererbsenmehl und Süßkartoffel nehmen je nach Sorte unterschiedlich viel Wasser auf, deshalb kommt das Wasser zum Schluss und löffelweise.

Zutaten

  • 200 g Kichererbsenmehl, plus etwas zum Bemehlen
  • 150 g Süßkartoffel, ohne Salz gegart, fein zerdrückt und abgekühlt
  • 1 Ei
  • 1 EL Rapsöl
  • Wasser nach Bedarf, etwa 2–5 EL

Zubereitung

  1. Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und ohne Salz weich kochen oder dämpfen. Fein zerdrücken und ganz abkühlen lassen.
  2. Kichererbsenmehl, Süßkartoffel, Ei und Öl verkneten. Wasser löffelweise zugeben, bis ein fester Teig entsteht, der nicht mehr an den Fingern klebt.
  3. Den Teig flach drücken und 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  4. Den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze (140 °C Umluft) vorheizen.
  5. Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auf 6 mm ausrollen. Ohne Gluten reißt er leichter, das Papier hält ihn zusammen.
  6. Den Ausstecher vor jedem Stich in Kichererbsenmehl tauchen, abklopfen und einmal gerade nach unten drücken.
  7. Die Kekse 25–30 Minuten backen. Danach im ausgeschalteten Ofen bei einen Spalt breit geöffneter Tür 1–2 Stunden oder über Nacht trocknen lassen.
  8. Einen Keks aus der Mitte durchbrechen. Ist er innen trocken und knackig, sind die Kekse fertig.

Kichererbsen gehören nur gegart in den Hund, den rohen Teig bekommt er also nicht zum Probieren. Auch Süßkartoffeln verwendest du nur gegart. Normale Kartoffeln kommen nur gekocht in Frage, roh und vor allem an grünen Stellen enthalten sie Solanin.

Warum kein Buchweizen

Viele Rezepte für getreidefreie Hundekekse nehmen Buchweizenmehl, er ist glutenfrei und bindet gut. Wir lassen ihn hier weg. Die Giftnotrufzentrale der ASPCA führt die Buchweizenpflanze als giftig für Hunde, weil ihr Inhaltsstoff Fagopyrin die Haut lichtempfindlich machen kann. Eine tierärztliche Quelle, die Buchweizenmehl als Leckerli für unbedenklich erklärt, haben wir nicht gefunden. Wer bisher mit Buchweizen backt, fragt am besten seine Tierarztpraxis.

Wie die Prägung im getreidefreien Teig aussieht

Ohne Gluten hält der Teig weniger zusammen. Die Linien werden deshalb weicher als beim Dinkelteig, so wie bei glutenfreien Butterplätzchen. Feine Motive verlieren dabei Details, kräftige Linien bleiben gut lesbar.

  • Die Hundepfote im Kreis hat vier ovale Zehen und einen breiten Ballen mitten im runden Keks, alles große Formen.
  • Bei der Pfote folgt schon die Außenkante dem Pfotenabdruck. Selbst wenn die Prägung flach ausfällt, erkennt man das Motiv an der Form.
  • Beim Knochen mit Namen nimmst du die runde Schrift. Sie hat dicke Buchstaben, die auch in weichem Teig stehen bleiben.

Kühl den Teig gut, roll ihn 6–8 mm dick aus und drück den Ausstecher nur einmal gerade nach unten. Wer zweimal drückt, verschiebt die Linien.

Varianten

  • Mit Kürbis: 150 g ungewürztes Kürbispüree statt Süßkartoffel. Kürbis bringt mehr Wasser mit, du brauchst also kaum zusätzliches Wasser und eher etwas mehr Mehl.
  • Ohne Ei: bei einer Ei-Allergie das Ei weglassen und dafür 1 EL Öl und 2–3 EL Süßkartoffel mehr nehmen. Der Teig hält schlechter, roll ihn eher 8 mm dick aus.
  • Wenn der Teig klebt: 1–2 EL Kokosmehl unterkneten. Es saugt viel Flüssigkeit, mehr brauchst du nicht.
  • Ganz ohne Mehl: nur Süßkartoffel, Ei und etwas Kokosraspel. Dieser Teig ist zu weich für einen Ausstecher. Du setzt ihn mit einem Löffel als kleine Taler aufs Blech oder streichst ihn in eine Silikon-Backmatte mit Mulden.

Was trotzdem nicht in den Teig darf

Getreidefrei ändert nichts an der Liste der Zutaten, die Hunde nicht vertragen. Kurz: kein Xylit (es steckt auch in manchem Erdnussmus), keine Schokolade und kein Kakao, keine Rosinen, keine Zwiebeln und kein Knoblauch, kein Salz und keine Muskatnuss. Die vollständige Liste mit Gründen steht im Artikel Hundekekse selber backen.

Haltbarkeit und Menge

Süßkartoffel bringt viel Feuchtigkeit in den Teig. Trockne die Kekse deshalb besonders gründlich und mach die Bruchprobe an einem Keks aus der Mitte. Durchgetrocknet halten sie in Blechdose oder Baumwollbeutel etwa 2–3 Wochen, sind sie innen noch weich, gehören sie in den Kühlschrank und sind in wenigen Tagen verfüttert. Zum Verschenken taugen nur durchgetrocknete Kekse, Ideen dafür stehen bei den Geschenken für Hundebesitzer zum Selbermachen.

Als Faustregel kommen höchstens etwa 10 % der täglichen Energie aus Leckerli, zieh die Kekse also von der Tagesration ab. Hat dein Hund eine Allergie, gib eine neue Zutat zuerst in kleiner Menge und sprich das vorher mit deiner Tierarztpraxis ab.

Ein eigener Ausstecher nur für getreidefreies Backen

Unsere Ausstecher sind im 3D-Druck Schicht für Schicht aufgebaut. In den feinen Rillen können Teigreste hängen bleiben, auch nach dem Spülen. Für einen Hund mit starker Allergie nimmst du deshalb einen Ausstecher, der nur getreidefreien Teig sieht. Spül ihn von Hand mit warmem Wasser bis 40 °C und einer weichen Bürste, mehr dazu unter Pflege.

Damit er nicht mit den anderen verwechselt wird, unterscheidest du ihn am Motiv. Beim Knochen mit Namen steht in der ersten Zeile der Name und in der zweiten „ohne Getreide“, das sind 13 Zeichen. Er kostet 12,90 € in 6 cm, 14,90 € in 8 cm und 16,90 € in 10 cm. Zum Geburtstag steckt so ein Knochen als Topper auf dem Hundekuchen.